Projektkurs aus Wiehl in Berlin

Im Rahmen ihrer Beschäftigung mit Themen wie Ausgrenzung und Verfolgung von Minderheiten, aber auch Zivilcourage und Widerstand gegen Unrecht nahmen 30 Schülerinnen und Schüler des Projektkurses „dass Auschwitz sich nicht wiederhole“ des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums Wiehl im November 2017 an einer fünftägigen Exkursion in die Hauptstadt teil. Ziel dieses Projektkurses ist es zuvorderst, dass die Teilnehmer sich eigene kleine Projekte überlegen, um Ausgrenzungstendenzen in der Gesellschaft entgegen zu wirken.

Die Fahrt nach Berlin und ihr Programmschwerpunkt der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit sollte vor allem einen historischen Rückblick in eine Zeit der deutschen Geschichte bieten, in der sich die verheerenden Folgen solcher Ausgrenzungen auf schrecklichste Art und Weise zeigten. Eine Zeit, in der vielen Menschen elementarste Grundrechte vorenthalten wurden und die durch die massenhafte Ermordung unzähliger Unschuldiger zu den dunkelsten Kapiteln der Weltgeschichte gehört. Durch Besuche an Orten wie der „Topographie des Terrors“, dem „Haus der Wannseekonferenz“ oder dem Konzentrationslager Sachsenhausen vertieften die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihr Wissen über das ganze Ausmaß und die Bedeutung dieses einzigartigen Verbrechens, sondern lernten auch viel über die Mechanismen, die dieses erst ermöglichten.

Doch neben der Beschäftigung mit der Vergangenheit, erfolgte auch auf unterschiedliche Weise ein Blick in Gegenwart und Zukunft, beispielsweise bei einer Besichtigung des Bundestages oder einem Treffen mit dem Abgeordneten des Oberbergischen Kreises, Dr. Carsten Brodesser, bei dem es ebenfalls um die besondere Bedeutung eines gesellschaftlichen Zusammenhalts vor dem aktuellen politischen Hintergrund ging.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Fahrt nach Berlin ein voller Erfolg war, was sich auch an der intensiven Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und ihrer hohen Motivation zur eigenständigen Erarbeitung relevanter Themen ablesen lässt. Nun gilt es, die gewonnenen Erkenntnisse in die eigenen Projekte einfließen zu lassen, um seinen eigenen kleinen Anteil dazu zu leisten, „dass Auschwitz sich nicht wiederhole“.