Pfandflaschen bereiten „eine kleine Freude“!

Schüler engagieren sich für Obdachlose

Jährlich haben die Schüler des DBG Wiehl der Stufe 11 die Möglichkeit an einem Projektkurs teilzunehmen. Einer dieser Projektkurse nennt sich „...dass Auschwitz sich nicht wiederhole“.

Auch in diesem Schuljahr haben sich wieder zahlreiche Schüler für den Kurs angemeldet. Es geht darum, sich mit der Verfolgung von Gruppen früher in der NS-Zeit aber auch der Ausgrenzung gesellschaftlich schwacher Gruppen heute auseinander zu setzen. Die Aufgabe der Jugendlichen  ist es dann, sich zu überlegen, wie diese Gruppen unterstützt werden können.

 

Für die vier Schüler Konstantin Kops, Leon Krems, Leon Binder und Luana Schell war schnell klar: „Wir wollen Bedürftigen helfen. Dazu gehören für uns auf jeden Fall Menschen ohne Dach über dem Kopf.“

So entschieden sie sich dafür, ein Projekt auf die Beine zu stellen, das Obdachlosen unter dem Titel „Eine kleine Freude“ hilft. Es gab zahlreiche Überlegungen anzustellen: Was hilft überhaupt? Wie kommen wir an Geld? An wen wenden wir uns? Wie kommen wir in Kontakt? Wie können wir sicher sein, dass unsere „kleine Freude“ auch ankommt?

 

Mit Hilfe ihres Projektkurs-Lehrers Frank Wendel wurde nun der Kontakt mit „Juttas Suppenküche“ in Köln hergestellt und ein Treffen organisiert, bei dem die Jugendlichen bei einer Essensausgabe am Kölner Dom mitwirkten und die ehrenamtlichen Mitarbeiter unterstützten. Dabei sollte es jedoch nicht bleiben und so galt es, zusätzlich an Spendengelder zu gelangen, um den Bedürftigen eben „eine kleine Freude“ bereiten zu können und so „Juttas Suppenküche“ zu unterstützen.

 

So wurde folgender Plan umgesetzt: In einem Zeitraum von zwei Monaten wurden nach Schulschluss fleißig Pfandflaschen gesammelt. Die über 30 Räume und die Flure der Schule boten da im Laufe der Wochen so einiges...

Damit war aber noch nicht genug – auch die Lehrer sollten nach Meinung der Jugendlichen eingebunden werden und so nutzten sie kurzerhand die Gelegenheit, stellten ihr Projekt in einer Lehrerkonferenz vor und bekamen von dem Lehrerkollegium zusätzlich Unterstützung in Form von Flaschenspenden. Das Ergebnis: 480 gesammelte Flaschen mit einer Pfandsumme von rund 120 €!

 

Diese Summe wurde den Mitarbeitern der Essensausgabe übergeben und dabei überlegt, welche Sachspenden wohl am sinnvollsten wären. Fest stand am Ende, dass in jedem Fall mehrere Paar Schuhe angeschafft werden würden.

 

Leon, Konstantin, Luana und Leon sind sich einig: Die Hilfe vor Ort bei der Ausgabe war ein besonderes Erlebnis, weil zu sehen war, wieviel Dankbarkeit und Freude bereits eine kleine Spende auslösen kann.